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JOURNAL 4.2013/14
JUGENDPROJEKTE
Musikkontakte, Bundesjugendballett
FÜR PROJEKTE IM BEREICH
der frühkindlichen
Musikvermittlung kooperiert die Staatsoper für zwei Jahre mit der
Robert Bosch Stiftung. Mit dem Projekt »Kunst und Spiele« bringt die
Robert Bosch Stiftung zehn große Kultureinrichtungen aus ganz
Deutschland zusammen, die ihre Häuser stärker für kleine Kinder öff-
nen wollen. Über zwei Jahre hinweg entwickeln die Museen, Theater,
Opernhäuser und Orchester gemeinsam nachhaltige Vermittlungskon-
zepte und arbeiten dabei eng mit Kindergärten und Grundschulen zu-
sammen. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Erfahrungsaus-
tausch und der Kooperation der teilnehmenden Kultureinrichtungen.
Die Kunstvermittler sowie die Erzieher und Pädagogen der lokalen
Bildungspartner nehmen gemeinsam an bundesweiten Netzwerktreffen
und Weiterbildungen teil.
BUNDESJUGENDBALLETT und 350 Schüler auf Kampnagel
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AUF DER BÜHNE VON K6
auf Kamp-
nagel taucht blaues Licht mehr als 250 auf
dem Boden liegende Körper in eine Unter-
wasserwelt.Wie ein aus Menschen gewebter
Meeresteppich füllen sie die Bühne. Hinten
werden zwei Orchester sichtbar mit weite-
ren 100 Körpern. Es sind SchülerInnen von
acht katholischen Schulen aus Hamburg,
von der 3. bis zur 11. Klasse. Das Kulturfo-
rum21 des katholischen Schulverbandes hat
sie hierhergebracht, für das Projekt »be-
wegt!« mit dem BUNDESJUGENDBAL-
LETT. In sechs Monaten wurden Choreo-
grafien von
John Neumeier, Patrick
Eberts
und
Kristofer Storey
zu Musiken
von Copland, Ravel, Strauß Sohn und
Tschaikowsky erarbeitet – bei den Auffüh-
rungen am 17. und 18. Januar live gespielt
von zwei Schulorchestern. Die ersten Takte
des Donauwalzers erklingen.Arme strecken
sich in die Höhe zu leichtem Wellengang.
Ein Tänzer im roten Hemd löst sich aus der
Menge. Patrick Eberts, ehemaliges Mitglied
des BUNDESJUGENDBALLETT, führt mit
den aktuellen acht TänzerInnen der Com-
pagnie, als roter Faden durch denAbend. Er
reiht kurze Tanz- und Schauspielszenen an-
einander, immer der Leitfrage »Was bewegt
dich?« folgend. Zum Abschluss ballen sich
auf engstem Raum mehr als 500 Hände zu
Fäusten. Mit einer Geste des Aufbruchs zu
Ravels »Bolero« endet dieses aufregende
Gemeinschaftsprojekt, das von Kristofer
Storey und Alexander Radulescu choreo-
grafisch geleitet wurde.
| DR
Musikkontakte: Musiktheater für die Kleinsten
Eine musikalische Reise für Kinder von 3 bis 5 Jahren und ihre Eltern
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DIE STAATSOPER HAMBURG
realisiert erstmals im Rahmen
des Kinder- und Jugendprogramms »Musikkontakte« ein Projekt
für Kinder im Vorschulalter von drei bis fünf Jahren. Damit erwei-
tert das Hamburger Opernhaus seinMusikvermittlungsangebot um
ein Stück in Kammerbesetzung, das im März 2014 auf die Bühne
der Opera stabile kommt. Ermöglicht wird dies durch die Teilnahme
der Staatsoper am Projekt Kunst und Spiele der Robert Bosch Stif-
tung. »Guten Abend, gut‘ Nacht, kleine Wolke« wird das Stück hei-
ßen, welches unter der Leitung vonMusiktheaterpädagogin Kathrin
Barthels entwickelt wird. Eine kleine Wolke muss früh ins Bett und
möchte partout nicht einschlafen. Sie beschließt, lieber eine Reise zu
unternehmen, auf der sie Abenteuer erlebt und die Bekanntschaft
von Menschen und Gestalten macht, bis sie wieder erschöpft zu
Hause ankommt. Für dieses Stück werden Kunst- und Volkslieder
für eine Sängerin sowie Instrumentalmusik neu arrangiert. Natür-
lich darf Johannes Brahms als einer der bedeutendsten Komponis-
ten des späten 19. Jahrhunderts und gebürtiger Hamburger dabei
nicht fehlen. Für dieses Projekt vertieft die Staatsoper die Zusam-
menarbeit mit demMusikkindergartenHamburg. DieVorschulkin-
der des Musikkindergartens begleiten intensiv den Entstehungspro-
zess des Stückes: Sie werden selber in einem kreativen Projekt tätig,
bei dem sie auch das künstlerische Team treffen. Die Ergebnisse
werden vor und nach den Aufführungen in der Opera stabile zu
sehen sein.
| KB
Guten Abend, gut‘ Nacht, kleine Wolke
Premiere Sonntag, 23. März 2014, 14.00 Uhr, Opera stabile
Weitere Aufführungen 23. März 2014, 16.00 Uhr, 24., 26. und
27. März 2014, jeweils 11.00 Uhr, jeweils in der Opera stabile