Oder wenn Lapak, der Hund, vor seiner
Hütte lamentiert, höre bzw. sehe ich unwei-
gerlich eine alte, melancholische Bardame
an ihrem Klavier. Und das passt dann als
Kontrast natürlich in der von Janáˇcek vor-
gegebenen Weise ganz gut zu den Hennen,
die ja dann Cancan zu tanzen scheinen.
Spielen die 1920er Jahre, also die Entste-
hungszeit, eine Rolle bei der Inszenierung?
Ja, wir spielen bewusst mit dieser Zeit,
ihrer Mode, ihrem Hang zum Rauschzu-
stand, ihrer ›Endzeitstimmung‹ und den da-
mals neuen Medien wie eben zum Beispiel
dem Film.
Leoš Janáček im Garten seines Hauses in Brno (1927)
Die Anlage von Janáˇceks »Füchslein«
könnte dazu einladen, das Ganze als Traum
des Försters zu sehen. Ist das so?
Der Förster kommt am Anfang aus dem
Wirtshaus und schläft imWald ein, was sich
am Ende wiederholt, deshalb liegt es tat-
sächlich nahe, den Förster quasi träumen zu
lassen. Aber es träumen in dieser Oper auch
seine Freunde, der Schulmeister und der
Pfarrer, und sicher auch noch andere. Es
gibt hier keinen klaren narrativen Faden im
herkömmlichen Sinne. Die ganze Oper
scheint aus Momentaufnahmen zu beste-
hen, und zwischen diesen Szenen gibt es
Lücken, also Teile der Handlung, die im
Dunklen bleiben. Das ist in Träumen ähn-
com
Winzer des Jahres
„Wittmann zeigt mit souveränem Geist,
dass selbst scheinbar banale „Basisweine“
wahre Zeitschnecken sein können.
Auch oder gerade in 2012,
einem großen Jahrgang bei Wittmann.
Vielleicht sind die 2012er die bis dato besten
seiner eindrucksvollen Winzerkarriere.
Sie schmecken ... kühler, finessenreicher,
vielleicht mit noch mehr Zug – und vitaler.“*
*Gault & Millau – Weinguide Deutschland 2014