JOSÉ BROS
(Gennaro)
gehört seit vielen Jahren zu den füh-
renden Tenören des Belcanto-Fachs.
Sein Debüt am Gran Teatro del Liceo
in Barcelona an der Seite von Edita
Gruberova in »Anna Bolena« öffnete
ihm die Türen wichtiger Opernhäu-
ser auf der ganzen Welt. Er gastierte
an der Wiener Staatsoper, dem ROH
Covent Garden, dem Teatro Real Ma-
drid, dem Teatro Colón in Buenos Aires sowie an den Häusern in San Fran-
cisco, Washington, Los Angeles, Tokio, Zürich, Rom, Neapel, Florenz, Bilbao,
Lissabon, Amsterdam und Berlin. Zudem wirkt er in Spanien regelmäßig an
Zarzuelaproduktionen mit. Seine CD- und DVD-Einspielungen umfassen
Partien in »Anna Bolena«, »Lucia di Lammermoor«, »La Sonnambula«, »Ro-
berto Devereux«, »Parisina«, »Ildegonda«, »Luisa Fernanda«, »Lucrezia Bor-
gia«, »Maria di Rohan« und »Il Pirata«. Der aus Barcelona stammende Tenor
gab sein Debüt in Hamburg als Nemorino (»L’Elisir d’Amore«) in der Spiel-
zeit 1993/94. In den darauf folgenden Jahren sang er Rollen wie Herzog (»Ri-
goletto«), Edgardo (»Lucia di Lammermoor«), Percy (»Anna Bolena«) sowie
Alfredo (»La Traviata«) und die Titelpartie in »Roberto Devereux«.
ADRIAN SÂMPETREAN
(Don Alfonso)
war von 2011 bis 2013 Ensemblemit-
glied der Staatsoper Hamburg. Hier
interpretierte er Partien wie Alidoro,
Banco, Ramfis, Raimondo, Leporello
und Don Basilio in Rossinis »Barbier«.
Seit dieser Saison ist er freischaffend
tätig. Engagements führten ihn u. a. an
das Teatro Comunale Bologna, die
Grand Opéra Paris, die Mailänder
Scala, die Staatsopern in Berlin und
München, die Opéra de Monte Carlo und zu den Festspielen in Verona und
Salzburg. Vor kurzem sang er an der Staatsoper Berlin die Partie des Ferrando
in »Il Trovatore« an der Seite von Anna Netrebko und Plácido Domingo. Der
rumänische Bass wirkte auch bei mehreren CD-Aufnahmen mit. So ist er in
»Les Paladins« (Coviello Classics) und auf der CD »Elina Garancˇa – Bel
Canto« (Deutsche Grammophon) zu hören.
CRISTINA DAMIAN
(Maffio Orsini)
gehört seit 2008 zum Ensemble der
Staatsoper. Zu dem beachtlichen Re-
pertoire, das die rumänische Mezzo-
sopranistin am Haus an der Damm-
torstraße erarbeitet hat, zählen
Partien wie Carmen, Dorabella
(»Così fan tutte«), Donna Elvira
(»Don Giovanni«), Cherubino (»Le
Nozze di Figaro«), Komponist (»Ari-
adne auf Naxos«), Kontschakowna (»Fürst Igor«), Rosina (»Il Barbiere di
Siviglia«), Margarita in der letztjährigen Neuproduktion von York Höllers
»Der Meister und Margarita« sowie Viclinda in Verdis »I Lombardi«. Tour-
neen führten die Sängerin in die Schweiz, nach Spanien, Italien, Belgien und
Südkorea. 2010 wurde sie mit dem Dr. Wilhelm Oberdörffer-Preis der Stif-
tung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper ausgezeichnet.
PIETRO RIZZO
(Musikalische Leitung)
wurde in Rom geboren. Dort stu-
dierte er Geige und wechselte dann
für ein Dirigierstudium an die Sibe-
lius-Akademie nach Helsinki. Seine
Laufbahn begann er als Erster Kapell-
meister am Aalto-Theater Essen, spä-
ter wechselte er als Chefdirigent an
die Göteborgsoperan. Er ist regelmä-
ßiger Gastdirigent an der Finnischen Nationaloper und gastierte unter ande-
rem an der Metropolitan Opera New York, der Dallas Opera, an der Königli-
chen Schwedischen Oper Stockholm, am New National Theatre Tokyo, an
der Deutschen Oper Berlin sowie beim Savonlinna Opera Festival und beim
Rossini Opera Festival in Pesaro. Außerdem dirigierte er u. a. das Orchestra
Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi, das Orchestra del Teatro Comunale di
Bologna, das spanische Orchestra Sinfónica de Tenerife, das WDR Rund-
funkorchester Köln, das Finnish Radio Symphony Orchestra und das Aal-
borg Symphonieorchester. Seit 2012 verbindet ihn eine enge Zusammenar-
beit mit Edita Gruberova, mit der er unter anderem bei Donizettis »Anna
Bolena« und Bellinis »La Straniera« im Wiener Musikverein zu erleben war.
Gleichzeitig entstand eine CD-Einspielung von »La Straniera« im Festspiel-
haus Baden-Baden gemeinsam mit dem SWR Sinfonieorchester Freiburg.
Der Dirigent ist seit über 10 Jahren Gastprofessor am Flanders Opera Studio
in Gent. Mit »Lucrezia Borgia« debütiert Pietro Rizzo in Hamburg.
EDITA GRUBEROVA
(Lucrezia Borgia)
begann ihre internationale Karriere
an der Wiener Staatsoper als Zerbi-
netta in »Ariadne auf Naxos« unter
Karl Böhm. In kürzester Zeit gelangte
sie zu Weltruhm und wurde zu einer
der gefragtesten Interpretinnen der
Belcantoliteratur. Sie sang an allen
berühmten Opernhäusern und Festi-
vals, unter anderem an der Mailänder
Scala, dem Royal Opera House Lon-
don, der Metropolitan Opera New
York, der Grand Opéra Paris, bei den
Salzburger Festspielen und an den
Opernhäusern in Berlin, Genf, Zü-
rich, Florenz, Madrid und Barcelona. Selten aufgeführte Opern wie »Maria
Stuarda«, »I Puritani«, »Linda di Chamounix« oder »Roberto Devereux«
wurden für Edita Gruberova an den großen Häusern in den Spielplan ge-
nommen. Die slowakische Sopranistin hat zahlreiche Einspielungen auf CD
und DVD vorgelegt, darunter »Maria Stuarda«, »Ariadne auf Naxos«, »Don
Giovanni«, »Lucia di Lammermoor«, »La Traviata« und »I Capuleti e i Mon-
tecchi«. Edita Gruberova wurde mit vielen Auszeichnungen und Preisen be-
dacht, erst jüngst mit dem Herbert von Karajan-Preis in Baden-Baden. Au-
ßerdem ist sie Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper und österreichische
sowie bayerische Kammersängerin. Ihr Hamburg-Debüt gab sie 1970 als
Olympia in »Hoffmanns Erzählungen«. Danach folgten fulminante Auftritte
als Zerbinetta (»Ariadne auf Naxos«) als Lucia di Lammermoor und als Vio-
letta Valéry in »La Traviata«. In konzertanten Aufführungsserien ist sie seit
längerem regelmäßig in Hamburg zu Gast, so in »I Puritani«, »Anna Bole-
na«, »Beatrice di Tenda«, »Roberto Devereux« und »Norma«. 2010 kehrte sie
auf die Bühne der Staatsoper zurück, mit der Partie der Violetta in Verdis
»La Traviata«.
Biografien
Lucrezia Borgia
OPER
Premiere
4.2013/14 JOURNAL
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