SO Journal Frühjahr - page 22

DIE TANZ- UND CHOREOGRAFIELEGENDE
Martha Graham sagte einmal: »Tanz ist die
versteckte Sprache der Seele.« Womöglich
ist es diese Eigenschaft des Tanzes, unmittel-
bar Menschliches auszudrücken, die
Char-
lotte Uhse
verhalf, ihre Leidenschaft für das
Ballett zu entdecken. Uhse war eine Frau aus
einfachen Verhältnissen.
Nach dem Tod ihres Mannes wurde Bal-
lett zu ihrem wichtigsten Lebensinhalt.
Schon zu Lebzeiten engagierte sie sich für
den Ballettnachwuchs in Hamburg und
widmete dem Hamburg Ballett schließlich
eine Stiftung.
Seit nunmehr 25 Jahren fördert die
Charlotte Uhse-Stiftung den Ballettnach-
wuchs beim renommierten Hamburg Bal-
lett – John Neumeier. Zustiftungen und
Spenden haben es darüber hinaus möglich
gemacht, dass die Ballettschule bisher mit
rund 170.000 Euro gefördert werden
konnte. Die Ballettschule und die Stiftung
blicken damit auf eine langjährige und enge
Verbindung zurück.
Die Stiftungsmittel ermöglichen die fi-
nanzielle Unterstützung von jungen Tänze-
rinnen und Tänzern an der Ballettschule.
Übernommen werden Schulgeld oder Inter-
natskosten von talentierten Stipendiaten,
die jedes Jahr von John Neumeier ausge-
wählt werden. Erfreulich ist, dass die meis-
ten Stipendiaten dem Ballett treu geblieben
sind.
Einige Absolventen schafften den Sprung
in die Compagnie des Hamburg Ballett oder
in eine andere große deutsche Compagnie.
Andere verfolgten eine internationale Kar-
riere und gingen ins Ausland. Für die kom-
menden 25 Jahre hat sich die Stiftung zum
Ziel gesetzt, den Ballettnachwuchs weiter-
hin erfolgreich zu fördern und die Förde-
rung um zusätzliche Stipendien auszu-
bauen.
| Thomas Deistler
Eine langjährige Verbindung
Die Charlotte Uhse-Stiftung: 25 Jahre Förderung an der Ballettschule
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